Lemberger im Cannstatter Zuckerle

Lemberger im Cannstatter Zuckerle

Lemberger – Eine charaktervolle Rotweinsorte mit Tiefgang
 

Der Lemberger ist eine traditionsreiche Rotweinsorte, die in Deutschland fast ausschließlich in Württemberg kultiviert wird. Während hierzulande vor allem der Name Lemberger gebräuchlich ist, ist die Rebsorte international überwiegend unter der Bezeichnung Blaufränkisch bekannt. Darüber hinaus wird sie auch in Österreich sowie in einigen Regionen Osteuropas angebaut. 

Die Rebsorte hat ihren Ursprung vermutlich im Donauraum und wurde im 18. Jahrhundert über den ungarischen Ort Limberg (daher der Name „Lemberger“) nach Deutschland gebracht. Auch wenn der Name zunächst etwas unscheinbar klingt, handelt es sich um eine der hochwertigsten Rotweinsorten Mitteleuropa.

Lemberger-Weine zeichnen sich durch eine kräftige Farbe, feine Tannine und eine würzige Fruchtaromatik aus. Je nach Ausbau kann der Wein fruchtig bis trocken sein. Trocken ausgebaut ist der Lemberger sehr lagerfähig.

Insbesondere im Barrique ausgebaute Lemberger sind sehr geschätzt – sie entwickeln Tiefe, Reife und ein spannendes Spiel zwischen Frucht, Würze und Holz. 

Die Rebfläche in Württemberg beträgt rund 1.800 Hektar. Er wird dort sowohl reinsortig ausgebaut als auch in Cuvées verwendet – beispielsweise mit Trollinger (Trollinger mit Lemberger), um ihm mehr Struktur zu verleihen.

Lemberger passt hervorragend zu kräftigen Gerichten wie Wild, Rindfleisch, Lamm oder reifem Käse. Auch zu Schmorgerichten oder Gegrilltem ist er ein idealer Begleiter. 

Die Reblage Cannstatter Zuckerle:
 

Lage: Befindet sich einerseits an der Hofener Straße zwischen Bad Cannstatt und Hofen sowie auf der anderen Neckarseite zwischen Münster und Mühlhausen mit Blick auf den Max-Eyth-See.

Rebsorten:
   - Rotweine: Lemberger, Trollinger
   - Weißweine: Weißburgunder, Riesling

Rebanlagenart: Terrassenweinberge

Besonderheit:
   - Durch die speziellen klimatischen Bedingungen reifen sehr gehaltvolle Weine.
   - Die Trockenmauern nehmen am Tag die Wärme durch die Sonneneinstrahlung auf und geben diese nachts an die Reben ab. Dadurch wird das Wachstum am Tag begünstigt.
   - Da in den Terrassenweinbergen keine Maschinen eingesetzt werden können, ist der Aufwand etwa 3-4 mal so hoch wie in direktzugfähigen Lagen.